Kunststoffrecycling – Ein Paradigmenwechsel

Kunststoffrecycling – Ein Paradigmenwechsel

Die Trennung und die Verwertung von Kunstsoffen bildet ein wichtiger Bestandteil unseres Tagesgeschäftes. Über die Sinnhaftigkeit dieser Tätigkeit wurde schon viel und heftig diskutiert. Oft wurde von den Medien kaum ein gutes Haar am Kunststoffrecycling gelassen – unsinnig, überflüssig, unseriöse Geschäftemacherei.

Auch Bund und Kantone standen bisher dem privat organisierten Plastikrecycling skeptisch gegenüber. Wurde bis vor kurzem Kunststoffrecycling aus Haushalten ein relativ geringer Umweltnutzen attestiert, so hat nun der Kanton ZH seine Meinung hierzu gänzlich geändert. Der bevölkerungsreichste Kanton informiert zum Thema Haushaltskunststoffsammlungen nun seine Städte und Gemeinden wie folgt: «Tagtäglich werden im Haushalt Kunststoffverpackungen zu Abfall. Ihre Sammlung und ihr Recycling ist sinnvoll, wenn durch lückenlose Nachverfolgung wie Monitoring und Audit die Stoffströme transparent sind und das Material bestmöglich stofflich verwertet wird. Dann resultiert auch ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz.»*

Anstelle, wie in anderen Kantonen, vorschnell Verbote zu erlassen oder sich hinter dem Entsorgungsmonopol zu verstecken, haben sich die Verantwortlichen in Zürich offensichtlich seriös mit der Materie auseinandergesetzt. Als Mitglied des VSPR (Verein Schweizer Plastic Recycler) begrüssen wir den Sinneswandel beim Kanton Zürich sehr. Das vom VSPR in Zusammenarbeit mit der EMPA entwickelte Monitoring, verfolgt genau diesen Zweck. 

* Quelle: Baudirektion Kanton Zürich, ZUP Zürcher Umweltpraxis, Ausgabe Juli 2020, Seite 13

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